Virenschutz – so funktioniert’s

„Welchen Virenschutz kannst Du empfehlen?“ „Ist diese oder jene Anti-Virensoftware besser?“ Fragen, die ich sehr oft in meinem Posteingang finde aber auch persönlich gestellt bekomme.

Medien und Anbieter von Virenscannern spielen oft mit unseren Sorgen und betreiben regelrecht Panikmache. Deshalb finden ist meine Antwort meine kommt meine für viele überraschend und unerwartet.

Beginnen wir mit einigen Hard-Facts über Computerviren:

  1. Knapp über 90% der von Viren befallenen PCs hatten einen aktiven Anti- Virenschutz installiert.
  2. Virenschutz Software kann größtenteils nur reagieren und nicht vorausahnen. Die Entwickler nutzen daher also stets Wissen über bestehende (bald wieder veraltete) Viren
  3. Bis auf nicht nennenswerte Ausnahmen, wird jeder Virus erst durch den Benutzer selbst aktiviert.
  4. Die meisten Virenscanner benötigen viele Ressourcen deines Rechners, was sich ungünstig auf die Rechenleistung und Geschwindigkeit deines PCs auswirkt.

Das sind Fakten, die die Anbieter solcher Sicherheits-Software nicht gut aussehen lassen und dass wissen diese auch selbst. Die unrühmliche Erfolgsquote findet Ihre Ursache jedoch im Verhalten der Benutzer selbst. Es lässt sich durch eine Software eben nicht einfach vermeiden, dass User eine schädliche Datei versehentlich öffnen. Das bedeutet aber umgekehrt auch, dass du es selbst in der Hand hast dich zu schützen.

Worauf ist zu achten?

Computer-Viren stecken immer in Dateien oder Programmen, die du dir wissentlich oder unwissentlich auf den PC geladen hast. Kein Problem, denn er kann dort nichts ausrichten, solange du diese Datei nicht öffnest oder ausführst. Oft nutzen schwarze Schafe Dateiformate, die von Usern am häufigsten geöffnet werden, wie z.B. Word, Excel, Power Point- Dateien aber auch simple Mail-Anhänge mit unbekannten Formaten. Ein Virus hat ein Ziel, dass du ihn öffnest.

Wie du dich einfach und kostenlos vor Computerviren schützen kannst.

Sowie die biologischen Viren benötigen auch die digitalen einen Empfänger um sich ausbreiten zu können. Der Vorteil bei den Computerviren ist jedoch der, dass wir selbst bestimmen ob wir ihn annehmen oder nicht, das liegt an unserem Hard-Fact Nummer drei. Entsprechende Vorsichtsmaßnahmen und angepasstes Verhalten bieten dir dabei meist viel mehr Sicherheit als der übliche Virenschutz.

Unsere Tipps für effektiven Virenschutz

  • Versuche nach Möglichkeit immer die aktuellste Version deines Web-Browsers zu nutzen. Die gängigen Marktführer (Chrome, Firefox, Safari) gestalten ihre Browser so, dass sie oft schon vor dem Aufrufen infizierte Webseiten warnhinweise geben.
  • Suspekte Mails mit Anhängen meiden. Wenn Du Nachrichten von Absendern erhältst, die du nicht kennst oder dir in der Regel keine Mails zusenden, sieh lieber zweimal hin. Sieht die Absende-Adresse seltsam aus? Grobe Rechtschreibfehler, fehlende persönliche Ansprache Aufforderungen zum Öffnen eines Anhangs? Vertrau nicht blind allen Inhalten! Denk immer daran, dass die Verbreiter von Viren nur eines wollen, dass du die infizierte Datei öffnest.
  • Öffne fremde und verdächtige Dateien, wenn du sie unbedingt öffnen möchtest, nach Möglichkeit auf Geräten, die weniger anfällig für Computer-Viren sind. Dazu zählen besonders Smartphones, Tablets oder Apple-Geräte.
  • Verwende Webmail-Anbieter. Damit kannst du Mails online in deinem Postfach ansehen, bevor die Nachricht und eventuell schädliche Anhänge auf deinem Computer landen.

Vorsorgen für den Fall der Fälle – Backups

Die Auswirkungen von Viren können lästig sein. Gelöschte oder verschlüsselte Daten, Mails und wiederkehrende Fehlermeldungen sind nur einige nervige Dinge. Ist man trotz aller Vorsicht und Vorkehrungen doch mal in die Falle getappt, sollte man vorgesorgt haben. Das heißt Daten sichern, Backups erstellen und Kopien erstellen, dann hast Du nichts zu verlieren. Dafür hast du folgende Möglichkeiten.

  • Cloudspeicher: Sie bieten eine tolle Möglichkeit seine Daten ausfallsicher abzulegen. Bitte bedenke, dass du deine Daten damit in die Hände eines Dritten legst.
  • Externe Speichermedien: Mit Festplatten, USB-Sticks & Co können ihre Kopien immer in Griffweite sein. Nachteil sind hier die Ausfallswahrscheinlichkeit und damit einhergehende Datenverlust bei Defekt des Mediums.
  • NAS-Systeme: Ein großer Vorteil besteht bei diesen Systemen, dass man eine sehr hohe Ausfallswahrscheinlichkeit erzielt. Dazu kommt, das das ganz automatisch ohne manuell Backups erstellen zu müssen passiert. Dafür sind sie aber auch mit relativ hohen Anschaffungskosten verbunden.

Du kannst dich selbst vor Computerviren schützen

Das ist mein Rat an alle: achtsam und bewusst im Internet agieren! Wer das tut und zusätzlich Maßnahmen für den Fall der Fälle trifft, muss die lästigen Schädlinge nicht mehr fürchten.

Ich weiß, dass es immer Leser gibt, die sich von der Einfachheit der Lösung nicht überzeugen lassen. Diesen Nutzern möchten wir zumindest unsere Empfehlung für unseren Favoriten unter den Virenscannern nennen. Relativ geringe Leistungseinbuße hohe Scan-Qualität und super Preisleistungsverhältnis, das zeichnet ihn aus, den Virenscanner von Malwarebytes. Für all, die noch das gewisse Plus an Sicherheit wünschen.

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