Apple gibt das neue Telegram Update frei!

Einen heißen Schlagabtausch zwischen drei Großmächten haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen in der Tech-Szene erlebt. Die Rede ist von Russland, Telegram und Apple. Im Beitrag „Russland gegen den Messenger-Dienst Telegram” haben wir vom Beginn der Reibungen berichtet. Apple wurde da gleich mal mit reingezogen, aber erst mal eines nach dem Anderen.

Russlands Maßnahmen größtenteils wirkungslos

Dass der Messenger-Dienst trotz Drängen Russlands keine Verschlüsselungs-Codes ausgehändigt hat, gefiel der Großmacht gar nicht. Russland wollte daraufhin den Dienst sperren, was gar nicht so leicht scheint. Der Messenger musste trotz Geoblocking kaum Nutzer verlieren, da dieses teilweise ganz einfach mittels VPN-Diensten umgangen wurde. Als Reaktion darauf ließ Russland zusätzlich knapp 50 VPN-Anbieter sperren, erzielte aber auch damit kaum Erfolg. Laut Angaben von Telegram wurden zwischen 15%- 20% der Nutzer verloren. Durchaus viel könnte man meinen aber nicht das gewünschte Ergebnis der russischen Regierung.

Apple kommt ins Spiel

Um Telegram weiter in die Knie zu zwingen richtete sich Russland an Apple und forderte, dass man in Russland den Messenger Dienst aus dem App-Store nehmen und zusätzlich, dass keine Push-Benachrichtigungen durch diese App mehr erfolgen sollen. Klarerweise erzeugte der Druck auf Apple auch eine ungute Stimmung zwischen Telegram und Apple selbst, der sich bis heute stetig durch zutun Russlands erhöhte. Zuletzt warf Telegram Apple vor weltweit Updates zu unterdrücken, was den Messenger-Dienst natürlich stark ausbremsen würde.

Streit beigelegt – Telegram dankt Apple

Über die Plattform Twitter hat sich der Telegram Gründer Pawel Durow vergangenen Freitag bei Apple und dessen Chef Tim Cook für die Veröffentlichung des Updates bedankt.

Was das nun für den bestehenden Twist zwischen dem Messender-Dienst und Russland bedeutet bleibt abzuwarten. Klar ist, wer einen solch verbreiteten Dienst in seinem Land gänzlich unterdrücken möchte, muss ordentlich in die Trick-Kiste greifen. China hat es bereits einige Male vorgezeigt und ging rigoros auch gegen Anbieter von VPN-Diensten vor. Solange diese nämlich aktiv sind, kann jedes Geoblocking so gut wie immer umgangen werden.

Wir bleiben natürlich dran und halten euch am Laufenden über diesen Kampf der Giganten.

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