Google verstößt gegen das Kartellrecht? – US-Provider fordern eine Stellungnahme

US-Provider werfen Google vor, gegen das Kartellrecht zu verstoßen. Der Browser plant mittels DNS-over-HTTPS ein großes Datenleck zu schließen. Die amerikanischen Anbieter befürchten, dass sie Zugriff auf das Surfverhalten ihrer Kunden verlieren.

Googles Plan: DNS-over-HTTPS

Die Ausgangslage ist, dass es bisher möglich war, die IP-Adresse eines Webseiten-Besuchers zu identifizieren und somit Zugriff auf das Surfverhalten und die Daten der Kunden zu bekommen. Damit war es den Internetanbietern möglich, Profite aus den Daten der Website-Usern zu machen. Dieser Vorgang soll ab sofort, mittels DNS-over-HTTPS, verschlüsselt werden. US-amerikanische Provider sind davon nicht zu überzeugt und werfen Google den Verstoß gegen das Kartellrecht vor. Sie meinen, Google nütze seine Marktmacht, um sich die Daten der Kunden alleine unter den Nagel zu reißen. Es geht ihnen wahrscheinlich einzig und allein darum, dass sie das Surfverhalten ihrer Nutzer nicht mehr nachverfolgen können und das Ganze somit nicht mehr gewinnbringend für die Provider ist.

Kommen die US-amerikanischen Internetanbieter mit dem Vorwurf durch?

Prinzipiell ist es für Google nicht möglich, mit DNS-over-HTTPS,  selbst Informationen von den Nutzern zu erhalten. Somit ist das Argument eigentlich hinfällig. Google erwartete bereits derartige Vorwürfe und hat eine schrittweise Lösung für das Problem in der Tasche: Es wird überprüft, ob der User überhaupt schon einmal mit einem verschlüsselten DNS-Server verbunden war. Sollte der Fall zutreffen, so wird der Nutzer automatisch mit dem sicheren DNS-Server verbunden. Der Vorteil dieser Lösung ist: Wenn die Internet-Provider verschlüsselte DNS-Server anbieten und der User nutzt diese, dann hat der Anbieter auch weiterhin Zugriff auf die Daten der Kunden. Sollte der Nutzer jedoch aus eigener Initiative wechseln, so ist das auch möglich. Die Provider verlieren so nicht den kompletten Zugriff auf das Surfverhalten der Nutzer. Diese Lösung befindet sich aber erst in der Testphase.

Auch bei Mozilla gibt es Neuerungen für die Sicherheit der Daten von Nutzern

Bereits seit einigen Wochen ist, im Browser Mozilla, DNS-over-HTTPS in Verwendung. Kritik gab es hierzu genauso, doch Mozilla wählte einen viel offensiveren Weg. Sie leiten die Nutzer automatisch auf die DNS von Cloudflare. Viele Nutzer sind damit nicht einverstanden, da der große Konzern einfach ungefragt in die Kommunikation einbezogen wird. Cloudflare speichert keine Daten, doch das ist für viele kein Argument. Das System kann in Großbritannien leider nicht angewandt werden, da hier sowieso einen Porno-Filter gibt. Das ist auch der Grund wieso Mozilla das Ganze dort nicht zum Einsatz bringen wird.

Mit einem VPN braucht man sich generell keine Gedanken über das Thema Surfverhalten machen

Ein VPN ermöglich völlig anonymes surfen im Internet. Die eigene IP-Adresse wird verschlüsselt und Tracker und Werbeanzeigen werden einfach blockiert. Wenn man einen VPN nutzt, so können Internet-Provider generell keine Daten von einer Person aufzeichnen, da alle Daten verschleiert sind.

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Erstellt am:29/10/2019

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