Opera stellt „VPN-Browser“ ein

Eigentlich keine schlechte Idee, VPN-Dienste direkt in den Browser zu integrieren. Opera hat 2016 mit diesem Projekt einen interessanten ersten Schritt in Richtung erhöhter Privatsphäre beim Surfen getan. Dass die Umsetzung zwar eher mangelhaft war, ist die Kehrseite der Medaille – wieso, erfährst Du bei uns. Mit Ende April 2018 hat der Norwegische Betreiber Opera den Dienst nun endgültig eingestellt, den Du vielleicht durch das stolzen Wikinger-Maskottchen kennst.

Datensammlung statt Datenschutz

Wir weinen dem Dienst aber keine Träne nach. Den „sicheren Browser“ haben wir bereits damals, bei seiner Inbetriebnahme getestet und wurden recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Sowohl AGB als auch Umsetzung deuteten bereits darauf hin, dass Opera diesen Dienst nur zu einem Zweck angeboten hat. Sie möchten Nutzer und Ihr Surfverhalten genauer analysieren um gezielter Werbung schalten zu können und dadurch ihren Umsatz steigern zu können.

Dass ein Unternehmen natürlich darauf abzielt seinen Umsatz zu steigern überrascht uns natürlich nicht sonderlich. Das dies aber insgeheim hinter dem Versprechen erhöhter Sicherheit und besseren Datenschutzes passiert, ist auf keinen Fall vertrauensfördernd. Nicht nur das, wir mussten auch noch feststellen, dass die technische Umsetzung nicht dem entspricht, was Du als Nutzer erwartest. Anstatt eines tatsächlichen VPN-Dienstes arbeitet man mit einem Webproxy – eine Technologie mit fragwürdigen Sicherheitsniveau.

Sicherheitsrisiko Proxy

Was wir Dir vorab verraten können ist, dass Proxys eher eine Sicherheitslücke darstellen, als dass sie eine schließen. Du solltest sie also beim Anspruch, sicher zu surfen eher meiden. Den Unterschied haben wir für Dich in unserem Artikel „Proxy und VPN – Unterschiede im Vergleich“ zusammengefasst.

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