Was weißt Du über Privatsphäre im Netz?

Privatsphäre, Anonymität, Datenschutz, Sicherheit, Geolocation, das alles sind Begriffe, die wir sehr häufig im Zusammenhang mit dem Internet verwenden. Überall ist die Rede davon, Negativ-Schlagzeilen machen uns aufmerksam, aber das tatsächliche Wissen darüber scheint äußerst bescheiden. Eine Studie der Universität von Chicago in Kooperation mit der Universität von Hannover liefert ernüchternde Ergebnisse. Offenbar glauben haben über 50% aller User eine falsche Vorstellung davon, was der Privatmodus eines Browsers tatsächlich macht.

Ergebnis der Studie zum „Ikognito-Modus“

460 Teilnehmer wurden in alltäglichen Surf-Szenarien zu ihrem aktuellen Grad an Privatsphäre und Sicherheit befragt.

  • Knapp 56% sind der Meinung, dass beim Browsen im Privat-Modus, Google die Suchdaten ihrer Suchhistorie nicht zuordnen könne.
  • 40% der Teilnehmer denken, dass sie durch diesen Modus nicht lokalisiert werden können, ihr Standort also unbekannt ist.
  • Etwa 25% der User glaubten sogar, dass sie damit ihre eigene IP-Adresse verschleiern würden. Das ist jene eindeutige Adresse, die das Gerät besitzt, über das Du auf die Webinhalte zugreifst.
  • 27% aller Teilnehmer meinen auch, dass sie besser vor Malware und Viren geschützt sind. Als ob diese Inhalte durch einen Privatmodus geblockt würden. Mehr dazu in unserem Artikel Virenschutz, So funktioniert’s

Komfort auf Kosten der Privatsphäre

Erschreckend so die Forscher, dass ein Großteil der Teilnehmer der Meinung ist, „privates Surfen“ bedeutet keine Geolocation, keine Rückverfolgung der Browserdaten, keine Werbung und keine Viren. Dabei kannst Du dieses Ergebnis sogar relativ einfach erzielen, wenn Du Dich ein wenig mit dem Thema befasst.

Für ein gutes Ergebnis empfehlen wir  einen VPN-Service. Einige verwenden auch einen TOR-Browser, der auf Basis eines VPN-Systems funktioniert. Das ist keine hochkomplexe Sache, wie viele vielleicht glauben. Wir zeigen dir wie Du mit wenigen einfachen Schritten einen VPN-Service nutzen kannst und Deine Privatsphäre deutlich steigern kannst.

Speziell zu Tor ist allerdings hinzuzufügen, dass aufgrund der häufigen IP-Wechseln und damit verbundenen weiteren Datenübertragungsstrecken die Geschwindigkeit nicht mit üblichen Browsern mithalten kann. Die Privatsphäre auf Kosten der der Geschwindigkeit in Kauf zu nehmen finden wir dennoch höchst bedenklich.

Weitere Möglichkeiten um den Schutz zu erhöhen

Eine andere Variante sind zusätzliche Helfer wie Script—Blocker, Anti-Tracking- Erweiterung und AdBlocker sein. Mit Ihnen kannst Du zumindest ein halbwegs akzeptables Ergebnis erzielt. Deine IP-Adresse und damit auch Dein Surfverhalten, das Dir zugeordnet werden kann, wirst Du damit aber genau so wenig verschleiern wir durch den Privat-Modus Deines Browsers.

Mehr zum Thema Sicherheit & Anonymität mittels VPN findest in unserem Beitrag kann man mit VPN anonym im Internet sein

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