DSGVO – Einsatz von Whatsapp in Unternehmen

Du möchtest ein Angebot? Schreib uns doch einfach per Mail oder Whatsapp! Über diese Funktion bist auch Du sicher schon mal gestoßen. Immer mehr Unternehmen nutzen praktische Messenger Dienste zur Kundenkommunikation. Die Vorteile sind klar, Kunden können ihre gewohnten und bevorzugten Kommunikationsmittel einsetzen, um Informationen, Angebote und mehr bei Firmen einzuholen. Die Datenschutzgrundverordnung (kurz DSGVO) kann das jetzt allerdings erschweren oder gar verhindern.

Wo liegt der Konflikt zur DSGVO?

Grund für den Bruch ist eine Vorgehensweise der App selbst, die den Umgang mit personenbezogenen Daten fahrlässig handhabt. Dabei erhält Whatsapp Zugriff auf das Telefoninterne Adressbuch und holt sich dort Namen und Telefonnummern auch von Nicht-Wahtsapp Usern. Soweit kein Problem, nur werden diese Daten an den App-Anbieter in die USA geschickt. Geschieht das ohne Einwilligung der Kunden, dann haben wir hier einen Verstoß gegen die DSGVO.

Derzeit lässt sich diese Zugriffsberechtigung für Wahtsapp gar nicht deaktivieren.

Workaround – Umständlich aber anders nicht umsetzbar

Wer also wirklich 100% konform mit der DSGVO gehen will, dem bleibt wohl nichts anderes über, als 2 Adressbücher zu führen. Dafür kann einerseits das Telefoninterne Standard- Adressbuch genutzt werden und andererseits einfach eine zweite-Adressbuch-App. Da Whatsapp nur auf das interne Adressbuch zugreifen kann müssen dort die „Whatapp-Zustimmer“ rein und in die Zweitapp die Verweigerer. Umständlich? Finden wir auch und zeigt einmal mehr, welch skurille und unpraktikablen Auswüchse die DSGVO mit sich bringt.

IT-Sicherheit – Messenger-Dienste – DSGVO

Auch hier solltest Du stets ein Auge darauf haben. Auch wenn der Dienst „nur“ Telefonnummer und Name von Dir weiterleiten,  verhält es sich mit Inhalten der Nachrichten oft anders. Die Nutzungsmöglichkeiten der Messenger-Apps bringen viele Erleichterungen, wodurch auch Anhänge wie Angebote, oft direkt als Nachricht verschicken – natürlich enthalten diese Dateien dann öfter mal auch Anschrift und andere wichtige personenbezogene Daten über Dich. Eine 100 prozentige Sicherheit hat man auf keinem Übertragungskanal aber man kann sich auf wenige ganz sichere spezialisieren, um das Risiko von Datenmissbrauch bestmöglich einzudämmen.

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