Wieso die VPN-Serveranzahl nichts über einen Anbieter aussagt

Um den passenden VPN-Anbieter für sich selbst zu finden, sollte man auf verschiedene Faktoren achten, wie beispielsweise auf die Geschwindigkeit, oder die Vertrauenswürdigkeit. Viele Menschen erkundigen sich auch immer sofort nach der Serveranzahl, obwohl diese mit Abstand am wenigsten über einen Anbieter und deren Leistungen aussagt.

Es gibt gute und schlechte VPN-Server

Server werden für viele Zwecke verwendet. Für riesige Datenbanken, oder auch zur Bereitstellung von Webinhalten. Aus diesem Grund gibt es ganz viele verschiedene. Schnellere und auch etwas langsamere mit weniger Speicherkapazität. Sie unterscheiden sich von Standort zu Standort und ändern sich auch mit der Zeit. Ein fünf Jahre alter Server ist längst nicht mehr auf der selben Technologie, wie ein Neuer.

Man könnte es mit Autos vergleichen. Ein alter Ford hat nicht so viel drauf, wie ein neuer Lamborghini. Die wenigsten würden diese beiden Autos als gleichwertig bezeichnen. Und genauso ist das mit den VPN-Servern. Man kann nicht sagen, welche davon ein Lamborghini sind und welche ein Ford. Trotzdem werden alle am Ende zusammengezählt und die Nutzer lassen sich wunderbar davon beeindrucken.

Neu ist nicht immer besser

Das Beispiel mit den Autos ist nicht immer ganz perfekt in Bezug auf die Server. Oft sind sogar die älteren Server die besseren, da sie meistens mehrere CPUs bieten, was bei den modernen eher selten ist. Man sollte auf jeden Fall immer beachten, was man von dem Server überhaupt möchte. Viel Speicherplatz wäre von Vorteil, um möglichst viel Datenmenge gleichzeitig zu befördern. Tausend brandneue Server müssen nicht unbedingt besser arbeiten, als 500 alte. Aus diesem Grund sollte man nicht auf die Serveranzahl schauen, denn sind wir uns ehrlich?! Brauchen wir 1.000 Server in 60 Länder?

Serveranzahl VPN-Anbieter Die besten Server sind nichts ohne gute Uplinks

VPN-Anbieter sind dazu da, um Informationen zwischen Nutzer und Internet hin und her zu geben. Aus diesem Grund sollten sie auch anständige Server verwenden, um dabei eine gute Leistung zu erzielen. Die meisten werden mit einer 1-Gbit/s-Verbindung geliefert. Nehmen wir an, wir kaufen davon 50 Stück und legen sie in ein Rack. Um die Server zu verbinden, benötigen wir einen Switch. Jeder einzelne Server stellt eine Verbindung zu einem Switch her, welcher Verbindung zum Internet herstellt.

Um nun die Server anständig laufen zu lassen, benötigen wir noch einen 40-Gbit / s-Uplink zum ISP. Jedoch ist genau das extrem teuer, weswegen das die meisten einfach nicht machen. Die Server verlieren an Durchsatz und sind nicht vollständig leistungsfähig und werden langsam.

Viele Anbieter werben mit den besten Servern, doch das bringt ihnen nichts, wenn sie keine guten Uplinks haben. Sie werden schlicht und einfach nicht in der Lage sein, annähernd die höchst mögliche Leistung zu erzielen.

Der Serverstandort ist entscheidend

Die Netzbetreiber in den verschiedenen Ländern haben mit den Anbietern auch unterschiedliche Vereinbarungen, was die Bandbreite angeht. Einige mögen gut in der Schweiz funktionieren, aber nicht gut, um Datenverkehr zwischen Asien und Europa hin und her zu schicken. Eine gute Geschwindigkeit wirst du erreichen, wenn dein Standort nie zu weit von deinem Server entfernt ist. Hier gilt es einfach des passenden Anbieter zu finden, der für dein Land passt. Amerikanische Anbieter sind meist nicht für den europäischen Markt ausgelegt.


Erstellt am: 02/03/2021

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .