Apple schließt Sicherheitslücke – Behörden bangen wiedermal

Apple Geräte gelten ja allgemein hin als äußerst sicher. Nicht nur durch geringe Anfälligkeit für schadhafte Software, sondern auch beim Versuch unbefugt auf die Daten am Gerät zuzugreifen.  Im Falle einer Strafverfolgung haben die Behörden bisher aber eine Sicherheitslücke bei den Applegeräten nutzen können um an Informationen zu gelangen. Diese werden ja prinzipiell bei zu häufigen Versuchen automatisch gelöscht.

sicherheitslücke
Sicherheitslücke bei iPhones über Lightning Anschluss

Bislang erfolgreiche Methode für Ermittler

Dank dieser Lücke kann man Daten über den Lightning Anschluss des iPhone auslesen ohne das Passwort zu kennen. Die Behörden, die diese Sicherheitslücke bislang nutzen um an Hinweise und Beweismaterial zu gelangen, bangen nun um den Verlust dieser Methode. Apple kündigte an, dass die Schnittstelle weiterhin offenbleiben würde, jedoch mit einem kleinen Zusatz. Schließt man das Gerät an um Daten auszulesen, ist dies nur für eine Stunde möglich. Nach dieser Stunde wird die Verbindung automatisch unterbrochen. Das Zeitfenster scheint lange, jedoch benötigt es auch einige Zeit um die Verbindung für die Datenübertragung aufzubauen.

Apple möchte Nutzer schützen

Apple beteuerte, man respektiere die Aufgabe der Beamten in der Strafverfolgung, man sehe jedoch die Privatsphäre der eigenen Kunden als schützenswert. „Man muss diese vor Hackern, Dieben und Eingriffen Dritter schützen, so der Konzern“

Sicherheitsforscher legte Sicherheitslücke offen – oder doch nicht?

Vielleicht hast Du es auch mitbekommen, fast zeitgleich hat ein Sicherheitsforscher eine solche Lücke ebenfalls veröffentlicht. Er hat angeblich eine Möglichkeit gefunden, das Passwort über die Brute-Force Methode mehrmals einzugeben. Und das so, ohne dass sich die Zeit zwischen den Eingaben verlängert und sich die Daten löschen. Kurze Zeit darauf folgte die Meldung des Sicherheitsforschers Matthew Hickey, es habe Testfehler gegeben und die Methode funktioniere doch nicht.

Apple und das Thema Sicherheit bleibt also sicher auch weiterhin präsent. Auch die Folgen für Behörden durch eine Sicherheitslücke oder das Schließen dieser, wird sicher noch länger in den Medien auftauchen, wir bleiben am Ball und bieten Dir zahlreiche Tipps, Dein Bestes für die eigene Sicherheit und Privatsphäre zu tun.

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