Neue Kampagne: Automatisierte Gesichtserkennung gehört verboten!

Nun geht eine neue Kampagne an den Start. Eine europaweite Forderung für den Verbot der Gesichtserkennung auf Flughäfen, Schulen und anderen öffentlichen Orten. Der Grund dafür ist, dass man heute noch nicht sagen kann, wie sich das langfristig auf die Bevölkerung auswirken könnte. Man verlangt, dass das anbringen solcher Kameras nicht als selbstverständlich gesehen wird. Vor einigen Tagen ging die Webseite für die Petition online. Es konnten bereits mehrere Tausende Unterschriften gesammelt werden.

Petition zum Verbot der Gesichtserkennung

Gesichtserkennung ist gefährlich

„Gesichter haben soziale Bedeutungen und sind schwer zu verbergen, da sie unser Hauptkommunikationsmittel sind. Gesichter sind die öffentlichsten Teile des Menschen und ihre Eigenschaften dienen als Maß für die soziale Beurteilung. Wir halten die Gesichtserkennung für zu gefährlich für die Bürger, da sie eines unserer wichtigsten Mittel der Sozialität gegen uns sein kann und unsere Gesichter eher zu Verfolgungsgeräten als zur Kernkomponente unserer selbst werden lässt.“ So wird es in der Kampagne beschrieben.

Es geht ihnen um die Privatsphäre der einzelnen Bürger. Die Gesichtserkennung ist mittlerweile schon so normal, dass man das Gefühl hat, dass es total ok ist, wenn man durchgehend beobachtet wird. In der Gesellschaft macht sich aber auch großes Misstrauen breit, denn es wird nahezu überall überwacht. Auf Arbeitsplätzen, an Hauswänden, bei persönlichen Telefonaten, in Schulen, auf Flughäfen etc. 

In der Kampagne wird die Gesichtserkennung mit gefährlichen Waffen auf ein Level gebracht. Diese Technik sollte nicht nur europaweit, sondern auch weltweit verboten werden. Man hofft auf Hilfe der UNO.

Gesichtserkennung

Die Überwachung wird immer mehr

Besonders in den letzten Jahren wurde die Gesichtserkennung in Europa immer mehr. Bis Mai diesen Jahres wurden von 15 europäischen Staaten Experimente mit biometrischen Technologien, im öffentlichen Raum, durchgeführt. Darunter Deutschland, Frankreich, Polen, Niederlande, Serbien und auch in der Schweiz.

Ein Beispiel für Deutschland ist im Januar 2020 passiert. Bundesinnenminister Horst Seehofer plante die automatische Gesichtserkennung an 134 Bahnhöfen und 14 Flughäfen. Nachdem 2018 bereits erfolgreiche Tests stattgefunden haben. 

Der Grund für die vermehrte Verwendung von Überwachungskameras ist wohl, weil die Qualität extrem gestiegen ist und die Tests immer bessere Ergebnisse zeigen. 

Wer unterstützt die Kampagne?

Die Petition erhält europaweit Unterstützung von European Digital Rights (EDRi) aus Brüssel, FutureEverything aus Großbritannien, Share Foundation aus Serbien und die La Quadrature du Net aus Frankreich. Die französische Organisation kämpft momentan auch gegen die polizeiliche Massenüberwachung, mitsamt acht Millionen gespeicherten Bildern. 

Jeder Mensch kann die Kampagne unterstützen und für eine überwachungsfreie Zukunft sorgen!


Erstellt am:05/10/2020

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