Was bedeutet DNS?

… und was hat das mit Privatsphäre und gesperrten Websites zu tun? Nun, um DNS-Dienste gibt es kein Drumherum. Du nutzt ihn sobald du im Netz surfst und über deinen Browser auf Websites und Inhalte zugreifst. Wir möchten daher einen Blick auf einige Grundlagen dazu werfen und euch zeigen wie Du mit einigen Einstellungen und alternativen Diensten ganz einfach Deine Privatsphäre erhöhen oder sogar auf gesperrte Inhalte im Netz zugreifen kannst.

Was ist ein Domain Name Server?

Wir holen für die Erklärung von “Domain Name Servern” etwas aus. Im Internet, wie der Name schon andeutet, geht es um die Vernetzung verschiedenster Geräte. Dazu zählen Deine Endgeräte, mit denen Du im Internet surfst aber auch Server, die Websites Hosten und dadurch bereitstellen. Jedes dieser Geräte hat eine eindeutige Adresse um untereinander kommunizieren und Inhalte über Datenpakete aneinander senden zu können. Diese Adresse ist die IP-Adresse.

Das bedeutet, dass Du jede Website über eine IP-Adresse aufrufen könntest, was im Alltag aber eher unpraktisch ist. Anstelle von z.B. 18.195.110.103 verwenden wir also einen Domain-Namen wie z.B. www.shareonimo.at. Wenn wir also eine URL eingeben, erfolgt im Hintergrund eine Abfrage nach der zugehörigen IP-Adresse durch einen DNS-Dienst.

Ablauf der Server Abfragen

  1. Du gibst dem Browser eine Seite zu öffnen
  2. Im Hintergrund wird der zu verwendende DNS-Dienst für die Abfrage gewählt
  3. Die Daten der aufgerufenen Website an den vorkonfigurierten Server gesendet
  4. Wo diese Anfrage abgearbeitet und mit eventuellen Sperrlisten abgeglichen wird.
  5. Dann sendet der Dienst die entsprechende IP-Adresse an den Browser zurück
  6. Dieser baut dann über die IP-Adresse die Verbindung zur gewünschten Website auf
  7. Lädt den Content wie Bilder und Texte
  8. Interpretiert diese und zeigt sie Dir im gewöhnten Layout an

Es erfolgen also Anfragen, Abgleiche und Rückmeldungen über den DNS-Dienst.

Wie kommt der DNS-Dienst zur IP-Adresse einer Website?

Sämtliche öffentlich zugängliche DNS-Dienste tauschen untereinander Daten über Domains aus und speichern diese Informationen. Dieser automatische Austausch unterliegt einem weltweiten Standard, dennoch kann es für eine neue Website bis zu einigen Stunden dauern, bis dieser Vorgang abgeschlossen ist und die Website von der ganzen Welt aus aufgerufen werden kann.

Was heißt das für Deine Privatsphäre?

Jeder Website-Aufruf kann also aufgrund der DNS-Abfrage die dabei erfolgt, auch protokolliert werden. In wenigen Ländern, darunter unser Nachbar Deutschland, ist im Zuge der Vorratsdatenspeicherung sogar jeder Internetanbieter dazu verpflichtet worden, diese Informationen zu speichern. Auch wenn dies nicht überall der Fall ist, so können und werden diese Daten auch ohne Gesetzliche Vorgaben oft und gerne protokolliert, da diese Daten für Firmen á la Google natürlich wertvolle Informationen liefern können.

Blocklists & gesetzliche Sperren von einzelnen Websites

Sollen gewisse Websites gesetzlich gesperrt werden, wird dies also einfach über Blocklisten umgesetzt. Der DNS der Internetanbieter erhält auf seiner Liste einen Vermerk, der eine Sperre oder Umleitung bei Anfragen auf diese „gesperrten“ Seiten einleiten soll. Nutzt man allerdings einen anderen DNS als jenen, über den die Sperre vermerkt ist, kann man diese relativ einfach umgehen.

DNS-Dienste können auch Sicherheit fördern

Wir wollen natürlich auch die positiven Seiten von DNS-Diensten hervorheben. Einige Anbieter optimieren Ihre DNS hinsichtlich Sperren von Viren, Schadhafter Software oder auch jugendgefährdender Inhalte.

Wie sich der DNS-Dienst auf die Geschwindigkeit beim Surfen auswirkt

Wir wissen jetzt, dass bei jedem Seitenaufruf Dein verwendeter DNS angefragt wird. Seine Reaktionsgeschwindigkeit trägt also einen Anteil daran, wie schnell sich eine Seite bei dir öffnet. Speziell wenn laufend Daten wie Bilder, Videos, Texte etc. für den Websiteaufbau erforderlich sind. Je schneller Dein Browser diese Daten also erhält, desto schneller kommst Du auf die gewünschte Seite.

Die Suche nach dem richtigen DNS-Dienst

Wir möchten Dir aus den zahlreichen Anbietern da draußen natürlich eine Empfehlung abgeben und zeigen, wie Du einen passenden DNS-Dienst finden kannst.

In Punkto Sicherheit ist Yandex ein ausgezeichneter Anbieter. Du kannst hier abhängig von Deinen Anforderungen zwischen mehreren DNS Paketen wählen:

  • Ohne Sperren und mit hoher Geschwindigkeit
  • Mit zusätzlicher Viren, Malware und Betrugsseiten Erkennung
  • Welche die speziell jugendgefährdende Inhalte blockieren

Absolut kostenlos und sofort Einsatzbereit ohne aufwendige Registrierung – unser absoluter Favorit.

OpenNic ist eine weitere Möglichkeit um fündig zu werden. OpenNic ist ein freier Verbund von Nutzern, die anonyme DNS anbieten. Auf der Homepage findest Du die schnellsten DNS an deinem Standort. 

Wie kann ich meinen DNS ändern?

Das klingt kompliziert? Ist es nicht! Meistens werden die entsprechenden Einstellungen direkt über deinen Internetanbieter bezogen und können manuell einfach geändert werden.

Hier eine kleine Anleitung:

  • In die Konfiguration deines Heim-Routers einlogggen
  • Suche die WAN-Einstellungen
  • Dort sollte es in Abhängigkeit von Gerät im Regelfall die Optionen „automatische DNS Konfiguration“ oder „manuell eintragen“ geben

Dort kannst Du ganz einfach die IP-Adresse deines gewünschten Servers eintragen.

Beachte dabei, dass sich dieser Eintrag auf alle im Netz angebundenen Geräte auswirken!

DNS-Leaks, Sicherheit und was wirklich dran ist!

Da DNS-Anbieter natürlich Daten wie Deine IP-Adresse kennen, kann man theoretisch auch auf den verwendeten Internet-Anbieter schließen. Damit weiß man zumindest, wo die persönlichen Daten gespeichert sind, mehr aber auch nicht. Denn dort sollten Deine Daten relativ sicher aufbewahrt werden.

Unter DNS-Leak versteht man daher Sicherheitslücken des Servers, aufgrund derer beim Verbinden mit einer Website Daten über deinen verwendeten Domain Name Server „durchsickern“. Wie oben beschrieben kann man daher bis auf den Internetanbieter schließen. Ja, das wäre möglich, eine richtige Gefahr geht allein dadurch aber noch lange nicht aus. Aber sogar das lässt sich sehr gut vermeiden, indem Du einen VPN-Anbieter verwendest, der die IP-Adresse deines VPN-Servers nutzt anstatt deine. Mehr darüber findest Du unter “Was ist ein VPN-Service

Es gibt daher auch VPN-Anbieter, die einen eigenen Domain Name Server anbieten, der Vorteil ist hier aber weniger in der Sicherheit zu finden. Viel mehr kann es jedoch einen merklichen Geschwindigkeitsunterschied beim Öffnen von Internetseiten einhergehen.

Welchen Dienst nutze ich eigentlich?

Das ist einfach! Du hast zwei Möglichkeiten um das rauszufinden.

  1. Auf dem Heimrouter findest du in der Konfiguration die entsprechenden Einträge
  2. Oder – etwas einfacher, über den Test von „Perfect-Privacy“

Wir fassen zusammen…

Wir wissen, dass es bei jeder Internetnutzung ein Zusammenspiel mit Domain Name Servern geben muss. Damit werden Daten (IP-Adressen) zwangsläufig offengelegt. Kombinierst Du also leistungsstarke und vertrauenswürdige DNS-Anbieter mit einem VPN-Dienstleister, erhältst Du ein starkes Rundum- Paket. Ein Paket bestehend aus hoher Sicherheit, Privatsphäre und allen weiteren Vorteilen eines VPN-Services.

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